Studie EDC N'Touch: So attraktiv könnten PC in Zukunft aussehen.
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PC 2001 Design Guide edc edc edc edc edc edc edc edc edCAD/CAM Seite 1/1

Revolution vertagt

Intel und Microsoft stricken derzeit an einer neuen Spezifikation, die PC-Hersteller als Leitfaden für die Zusammenstellung eines Rechnerpaketes dienen soll. Schrittweise nähert sich die Industrie dabei an einen völlig neuen PC an.

22.02.2000

Von Wolfgang Grüner
Wenn es nach dem Willen von Microsoft und Intel geht,
wird der typische Heimcomputer des Jahres 2001 ist
mindestens 500 Megahertz schnell, hat

64 Megabyte Arbeitsspeicher und statt eines
Diskettenlaufwerk ein CD-RW-Drive. Das bunte
Anschlußpotpouri auf der Rückseite des PC (ISA-Slots,
PS/2-, serielle und parallele Schnittstellen) wird der
Geschichte angehören. Stattdessen werden die
Peripheriegeräte durch USB-Atapi oder IEEE1394-Ports
mit dem Rechner verbunden.

Bereits seit einigen Jahren bemühen sich Intel und Microsoft, den Hardware- und PC-Herstellern Nachhilfe zu geben bei der Konzeption ihrer Produkte. Die sogenannten System Design Guides orientieren sich an den Prozessor- und Software-Entwicklungen der beiden Marktführer. Nachdem die Industrie die Empfehlungen PC 98 und PC 99 in den vergangenen beiden Jahren nur halbherzig aufgenommen hat, soll nun alles anders werden. Der vorgezeichnete Weg: Die neue Computergeneration soll (noch) leichter zu bedienen und natürlich deutlich schneller sein. Die neuen Spezifikationen Easy PC und PC 2001 fordern von den Herstellern ab dem dritten Quartal dieses Jahres Risikobereitschaft und drastische Einschnitte in den Produktstrategien.

Neben den gewohnten Anpassungen - die Prozessortaktrate wurde erhöht (künftig mindestens 500 Megahertz), der Arbeitsspeicher erweitert (64 Megabyte, mit Windows 2000 128 Megabyte) sowie das Grafiksystem und diverse andere Komponenten aktualisiert - nehmen sich Intel und Microsoft diesmal die Schnittstellen und Peripheriegeräte vor. Die Unternehmen erwarten von der Industrie unter der Bezeichnung Legacy Removal, künftig beim Bau von Computern auf alle veralteten Komponenten zu verzichten.

Demnach sollen PC noch in diesem Jahr völlig ohne ISA-Slots, serielle und parallele Schnittstellen, PS/2-Ports, ISA-basierten Infrarotschnittstellen und ohne dem seit fast einem Jahrzehnt zur Standardausstattung eines jeden PC gehörendem Floppy-Disk-Controller (FDC) samt Diskettenlaufwerk auf den Markt kommen. Nach Meinung von Intel und Microsoft gehören stattdessen den bedienungsfreundlicheren sowie schnelleren USB- und Atapi-Geräten die Zukunft.

Die beiden Firmen stoßen mit den Legacy-free-Vorschlägen nicht nur auf Begeisterung. Widerstand gibt es bei Herstellern, wenn es darum geht, das Diskettenlaufwerk endgültig in den Ruhestand zu schicken. Apples Strategie, seinen iMac sowie die G3- und G4-PowerPC einfach ohne Floppy auszuliefern und bei Speichermedien auf leistungsfähigere Laufwerke wie etwa das Iomega Zip zu setzen, wird sich in der PC-Welt wohl nur langsam durchsetzen.

In der Folge werden Intel und Microsoft noch warten müssen, bis CD-R- und CD-RW-Drives als die künftigen Standardmedien für die Datenspeicherung von allen Herstellern verwendet werden. Die Unternehmen hoffen, dass zumindest einige Hersteller den Sprung von der Diskette auf die CD noch in diesem Jahr wagen werden. Für konservative Hersteller bietet die PC 2001-Arbeitsgruppe an, neben dem Diskettenlaufwerk wenigstens ein DVD-Laufwerk in PC zu integrieren. Dieses Ziel dürfte für die im Weihnachtsgeschäft verkauften Rechner realistisch sein.

Deutlich größer ist die Übereinstimmung bei der Spezifikation Easy PC, die in den Design Guide PC 2001 mit einfließen soll. Computer für zu Hause sollen sich künftig (endlich) durch einen einfachen Aufbau, eine simple Installation, komfortable Bedienbarkeit, Erweiterbarkeit und einen einfachen Betrieb auszeichnen.

Der Versuch, einen Standard vorzugeben, ist zwar löblich, wird sich aber wie in der Vergangenheit gesehen kaum durchsetzen lassen. Auch in Zukunft werden sich wohl wenige PC-Hersteller dazu durchringen können, ein ähnlich revolutionäres Konzept zu versuchen wie Steve Jobs mit seinem iMac.

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